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Branchennews

Nachfolgend haben wir die letzten Meldungen aus dem Pharma-Bereich für Sie zusammengefasst

Nitrosamin-Verunreinigungen: NDMA in Ranitidin gefunden

Datum: 13.09.2019

Nitrosamin-Verunreinigungen: NDMA in Ranitidin gefunden Sowohl die amerikanische als auch die europäische Arzneimittelbehörde haben am heutigen Freitag bekannt gegeben, dass auch in dem H₂-Antihistaminikum Ranitidin eine Nitrosaminverunreinigung nachgewiesen wurde. Eingesetzt wird Ranitidin bei Sodbrennen (auch im OTC-Bereich) und Magenulcera. Die EMA möchte das Problem von mit Nitrosaminen verunreinigten Arzneimitteln nun offenbar proaktiver angehen und lässt eine entsprechende Leitlinie erstellen. Erst Ende August hatte die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA angekündigt, ihre Untersuchungen im Fall um mit Nitrosaminen verunreinigten Blutdrucksenkern auf weitere Substanzen auszuweiten. Im Sommer 2018 waren weltweit Sartane mit Tetrazolring-Struktur zurückgerufen worden, weil sie mit wahrscheinlich krebserregenden Substanzen wie NDMA, NDEA und NMBA verunreinigt waren (und teilweise noch sind). Schuld an der Verunreinigung sollen bestimmte Synthese-Bedingungen, aber auch potenziell verunreinigte Rohmaterialien sein. Nun, da einige Hauptursachen der Nitrosaminverunreinigungen bekannt seien, nutze die FDA diese Erkenntnisse, um die Bewertung anderer Medikamente als Sartane zu unterstützen: Man teste Proben anderer Wirkstoffe mit ähnlichem Herstellungsprozess, hieß es in der Stellungnahme. Welche Wirkstoffe konkret gemeint sind, wurde aber nicht erwähnt. Genauere Informationen darüber, welche weiteren Wirkstoffe vom Nitrosamin-Skandal betroffen sein könnten, haben am heutigen Freitag sowohl die europäische Arzneimittelbehörde EMA als auch die FDA veröffentlicht: Es wurde NDMA (N-Nitrosodimethylamin) in Ranitidin gefunden. Die EMA will nun entsprechende Arzneimittel weiter überprüfen. Das geschieht auf Ersuchen der Europäischen Kommission (Article 31 of Directive 2001/83/EC).Weitere Informationen sollen folgen. Die FDA hat bereits bekannt gegeben, dass die in Ranitidin gefundenen Mengen gering sein sollen. Auf Alternativen umstellen? Ranitidin ist in Apotheken gut bekannt – es ist auch rezeptfrei erhältlich und wird bei Sodbrennen sowie Magen- und Duodenalulcera eingesetzt. Von der Anwendung von Ranitidin wird in der aktuellen Mitteilung der EMA zwar nicht explizit abgeraten, allerdings wird darauf hingewiesen, dass Patienten sich mit Fragen an ihren Arzt oder Apotheker wenden können – es gibt mehrere alternative Arzneimittel, die angewendet werden können. Offenbar widmet sich die EMA den Nitrosaminverunreinigungen nun in einem breiteren und proaktiven Ansatz, wie aus einer weiteren Pressemitteilung vom heutigen Freitag hervorgeht: Der Humanarzneimittelausschuss der EMA (CHMP) wird nun Leitlinien zur Vermeidung von Nitrosaminverunreinigungen in Humanarzneimitteln, die chemisch synthetisierte Wirkstoffe enthalten, erstellen. Es werde auch geprüft, ob für nicht chemisch synthetisierte Arzneimittel entsprechende Leitlinien erstellt werden. Schon im April hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA über geringe Konzentrationen an NDMA in einigen Chargen des Antidiabetikums Pioglitazon des Herstellers Hetero Labs aus Indien berichtet. Hersteller, die bestimmte Reagenzien zur Herstellung des Antidiabetikums Pioglitazon verwenden, sollten als „Vorsichtsmaßnahme“ ihre Produkte und Prozesse überprüfen, um Nitrosamin-Verunreinigungen auszuschließen – insbesondere NDMA. Ein aktueller Blick in die CEP-Datenbank (Certificate of Suitability) verrät, dass Hetero Labs am 17. Juli 2019 erst das CEP-Zertifikat für Pioglitazon ausgestellt bekommen hatte, es aber bereits am 30. Juli wieder zurückzog. Ein CEP bestätigt, dass eine Monographie des Europäischen Arzneibuchs geeignet ist, die Qualität eines Wirkstoffs angemessen zu prüfen. Auch für Ranitidin werden auf den Seiten des Europäischen Direktorats für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM) gültige CEP-Zertifikate gelistet.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Web: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/13-09-2019/nitrosaminverunireinigungenndma-in-ranitidin-gefunden


BMG-Staatssekretär Gebhart trifft Apotheker

Datum: 12.09.2019

BMG-Staatssekretär Gebhart trifft Apotheker Thomas Gebhart (CDU), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, hat sich kürzlich mit einer Gruppe von Apothekern in seinem rheinland-pfälzischen Wahlkreis getroffen. Einer dieser Apotheker ist Andreas Hott, Chef des Apothekerverbandes RheinlandPfalz. Hott und Gebhart kennen sich schon länger und haben bei dem Treffen unter anderem über die Gleichpreisigkeit, Apothekenschließungen und alternative Versorgungsformen gesprochen. Mitte März war bekannt geworden, dass Thomas Gebhart einer der beiden parlamentarischen Staatssekretäre unter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) werden soll. Gebhart stammt aus Rheinland-Pfalz und ist seit 2009 Mitglied des Bundestages. Er studierte Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft, arbeitete danach für den damaligen Bundestagsabgeordneten Heiner Geißler und später beim Chemiekonzern BASF. Gesundheitspolitische Expertise hatte Gebhart zuvor nicht sammeln können. Vielmehr war der CDU-Politiker auf Umweltpolitik spezialisiert: Er war in der vergangenen Legislaturperiode ordentliches Mitglied im Umweltausschuss. Kürzlich hatten sich etwas mehr als zehn Apotheker aus der Region rund um die Stadt Landau in der Pfalz mit Gebhart getroffen. Andreas Hott, LAVVorsitzender in Rheinland-Pfalz, hat in Landau seine Apotheke. Hott war erst im Frühjahr 2018 erstmalig zum Verbandsvorsitzenden gewählt worden. Gegenüber DAZ.online erklärte er, warum zwischen ihm und dem Staatssekretär bereits eine Verbindung besteht: „Ich kenne Thomas Gebhart schon seit einigen Jahren, meine Apotheke liegt in seinem Wahlkreis, wir stehen daher in regelmäßigem Austausch.“ Bei dem Treffen mit dem CDU-Politiker habe man in erster Linie über das Apotheken-Stärkungsgesetz gesprochen. „Wir sprachen mit Gebhart beispielsweise erneut über die Stellungnahme der ABDA und die Gleichpreisigkeit im PKV-Bereich. Außerdem haben wir ihm erläutert, dass es in den vergangenen Wochen noch viele Änderungsanträge mit großer Wirkung in das Gesetz geschafft haben – insbesondere die Regelung, dass auch Versandhändler unter gewissen Bedingungen Abgabe-Automaten betreiben dürfen. Gebhart hat uns zugesichert, dass es dem Minister wirklich darum geht, die Apotheke zu unterstützen. Vorwürfe, dass er den Versand mit dem Gesetz stärken will, sind aus seiner Sicht nicht gerechtfertigt“, so Hott. Schnell sinkende Apothekenzahl in Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz ist eines der Länder, in denen die Apothekenzahl am schnellsten sinkt. Ende des vergangenen Jahres gab es in dem Bundesland noch 988 Apotheken, inzwischen dürfte die Zahl aber weiter gesunken sein. Damit liegt Rheinland-Pfalz bei der Apothekendichte zwar noch im Durchschnitt (24 Apotheken auf 100.000 Einwohner). Allerdings erklärte Hott dem CDU-Politiker, „dass die Apothekenzahl in Rheinland-Pfalz mit am schnellsten sinkt. Im ersten Halbjahr gab es 155 Apotheken weniger in Deutschland, davon alleine 18 bei uns in Rheinland-Pfalz.“ Der Apotheker leitet daraus die folgenden Forderungen ab: „Ich habe Gebhart verdeutlicht, dass es das politische Ziel sein sollte für einen fairen Wettbewerb zwischen öffentlicher Apotheke und dem Versandhandel zu sorgen, dies ist aktuell nicht der Fall. Aus meiner Sicht brauchen wir den Versandhandel gar nicht, weil wir als Apotheken vor Ort in der Lage sein sollten die Versorgung der gesamten Bevölkerung flächendeckend zu gewährleisten. Sollte dies noch nicht der Fall sein, sind kreative Ideen gefragt, um diese Lücken zu schließen. Hierzu sollte der Berufsstand in der Lage sein.“ Gebhart selbst wollte sich nicht zu Detailfragen über das Treffen äußern. Über einen BMGSprecher erklärte er: „Die Apotheker vor Ort übernehmen eine wichtige Rolle in der medizinischen Versorgung gerade in der Fläche. Deshalb wollen wir sie stärken, mit zusätzlichen finanziellen Mitteln, mehr Verantwortung und fairen Wettbewerbsbedingungen. Daher haben wir das Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken auf den Weg gebracht und treten hierzu mit den Apothekerinnen und Apothekern in einen konstruktiven Austausch.“


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Web: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/12-09-2019/bmg-staatssekretaer-gebharttrifft-apotheker


Auch Importeure für Nachbesserung im Rahmenvertrag

Datum: 11.09.2019

Auch Importeure für Nachbesserung im Rahmenvertrag Das Problem, dass zwei parallel vermarktete wirkstoffgleiche Originale dem Generikamarkt zuzuordnen sind und deswegen ohne Rabattvertrag eines der vier günstigsten Mittel zur Abgabe kommen muss, ist bislang nicht gelöst. Nicht nur den Apothekern wäre es lieber, wenn der Rahmenvertrag hier eher früher als später nachgebessert würde. Auch die Importeure, die möglicherweise sogar davon profitieren, wünschen sich eine Änderung. Zwei wirkstoffgleiche patentgeschützte Originale (Co-Marketing) und ihre Importe werden nach dem neuen Rahmenvertrag in den Generikamarkt einsortiert – eine Regelung, die unbeabsichtigt dort hineingeraten sein soll. Nun ist sie aber da und führt dazu, dass ohne Rabattvertrag eines der vier preisgünstigsten Mittel abgegeben werden muss. Und das ist in vielen Fällen ein Import. Die Abgabe des Originals hingegen ist in den meisten Fällen nicht möglich. Der Verdacht, dass der Anstieg der Importpackungszahlen im Juli, der deutlich über dem üblichen Zuwachs zum Quartalsbeginn lag, zumindest teilweise damit zu tun hat, liegt nahe. Importeure und Industrie wünschen sich Änderung Anfang August hieß es seitens des DAV, dass unter anderem dieser Problemfall angegangen werden soll. Bislang ist aber noch nichts passiert. Und nicht nur die Apotheker sind unglücklich damit. Auch Industrieverbände haben die Regelung kritisiert und eine schnelle Behebung des Fehlers gefordert. Die rahmenvertragsbedingte verpflichtende Importabgabe sei de facto eine zweite „Importförderklausel“, heißt es aus Industriekreisen. Vor dem Hintergrund der Debatte um eine mögliche Abschaffung der Importförderklausel aus Sicherheitsgründen sei das ein Widerspruch. Und auch die Importeure, die offenbar sogar von der Regelung profitieren, sind nicht glücklich. So erklärt Jörg Geller, Geschäftsführer von Kohlpharma, gegenüber DAZ. online: „Was die unechten Generika betrifft, teilen die Importeure die Kritik der Industrie an der Zuordnung zum generischen Markt. Zwar betrifft das lediglich zwei Hände voll von Produkten, stellt aber die Importeure in diesen Fällen vor die unlösbare Herausforderung, bis zu 100 Prozent des Marktes zu bedienen. Wir haben die Vertragsparteien aufgefordert, eine Änderung der Regelung ins Auge zu fassen.“


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Web: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/11/auch-importeure-fuer-nachbesserung-imrahmenvertrag


Ex-Otto-Vorstand wird neuer Chef des Pharmariesen Phoenix

Datum: 10.09.2019

Ex-Otto-Vorstand wird neuer Chef des Pharmariesen Phoenix Sven Seidel wird neuer Chef des Pharmakonzerns Phoenix. Der 45-Jährige übernimmt am 1. November den Vorstandsvorsitz bei dem Mannheimer Unternehmen. Phoenix bestätigte am Mittwoch Morgen entsprechende Informationen von manager-magazin.de. Am Dienstag war bekannt geworden, dass Seidel dem Hamburger Versandhändler Otto, wo er seit April 2018 im Vorstand sitzt, nach nur 18 Monaten den Rücken kehrt. Er trug dort die Verantwortung für das stationäre Geschäft mit Marken wie Sportscheck und Manufactum. Seidel wechselt somit nicht nur das Unternehmen, sondern auch gleich die Branche. Bevor er bei Otto anheuerte, hatte er drei Jahre lang die Geschicke von Lidl gelenkt. Seidels Familie sei im süddeutschen Raum verwurzelt. Auch habe sich eine „herausfordernde berufliche Perspektive“ geboten, hieß es zur Begründung bei Otto. Der aktuelle Vorstandsvorsitzende von Phoenix, Oliver Windholz, verlässt das Unternehmen zu Ende des Monats. Er ist seit 2011 im Amt. Phoenix ist ein integrierter Gesundheitsdienstleister im Familienbesitz und hat im Geschäftsjahr 2018/9 rund 25,8 Milliarden Euro erlöst. Das Unternehmen beschäftigt 37.000 Mitarbeiter und ist nach eigenen Angaben Marktführer im pharmazeutischen Großhandel in 13 europäischen Ländern. Der Aufsichtsrat nutzte den Chef-Wechsel, um die Verantwortlichkeiten im Vorstand neu zu verteilen. Es soll dort künftig ein neues Ressort für Vertrieb und Marketing geben, das Marcus Freitag übernimmt. Er ist derzeit Vorsitzender der Geschäftsleitung von Phoenix Deutschland. Frank Große-Natrop, der im Vorstand den Betrieb und die Logistik verantwortet, wird Ende Januar 2021 „planmäßig in Ruhestand gehen“, wie das Unternehmen mitteilte. Die Suche nach einem Nachfolger laufe. Otto hätte mit Seidel offenbar gerne weitergearbeitet, muss nun aber einen Nachfolger suchen. Wie es aus gut informierten Kreisen verlautet, will der Versandhändler für Seidels Aufgaben als Vorstand Multichannel eine Frau gewinnen.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Manager Magazin
Web: https://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/otto-group-sven-seidel-verlaesst-handelskonzerna-1285978.html


Alle 40 Sekunden stirbt ein Mensch durch Suizid

Datum: 10.09.2019

Alle 40 Sekunden stirbt ein Mensch durch Suizid GENF. Weltweit nehmen sich nach WHO-Angaben jedes Jahr rund 800.000 Menschen das Leben. Suizid ist damit eine der häufigsten Todesarten, so die WHO zum Welttag der Suizidprävention am 10. September. Die WHO mahnt Präventionsprogramm an, etwa um junge Menschen gegen Stress zu stärken und Suizid-Gefährdete zu identifizieren. In Deutschland gab es 2017 laut Destatis etwa 9200 Suizid-Tote. (dpa)


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Ärztezeitung
Web: https://www.aerztezeitung.de/panorama/gesellschaft/article/995796/who-alle-40-sekunden-stirbt-menschdurch-suizid.html


Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma

Datum: 13.09.2019

Purdue: 1,5 Milliarden für Mundipharma Berlin - Es ist bestätigt: Der Mundipharma-Mutterkonzern Purdue hat sich im Streit über seine Mitverantwortung für die Opioid-Krise in den USA mit mehr als 2000 Kommunen, Bundesstaaten und Krankenhäusern auf einen Vergleich verständigt. Neben Zahlungen von 12 Milliarden US-Dollar wurde beschlossen, dass Purdue in die Insolvenz geht und dann unter dem Dach einer Treuhandgesellschaft den Betrieb wieder aufnimmt: Das umstrittene OpioidSchmerzmittel Oxycontin soll weiter produziert und vertrieben werden, die Erlöse aber in die Entschädigung Betroffener fließen. Die Rechtsstreitigkeiten dürften damit aber noch nicht beendet sein. Um die 12 Milliarden Dollar aufzubringen, will die Eigentümerfamilie Sackler ihre internationalen Tochterunternehmen verkaufen, darunter auch Mundipharma. Das Frankfurter Unternehmen will sich zu den Vorgängen in den USA bisher nicht äußern. „Natürlich verfolgen wir die Berichterstattung in den USA“, so ein Statement. „Wir können die Entwicklung bei Purdue Pharma jedoch nicht kommentieren, weil wir über keinerlei Kenntnisse zu den Vorgängen verfügen.“ Die beiden Unternehmen seien unabhängige rechtliche Einheiten mit getrennten Aufsichtsorganen, einer separaten Führungsebene und unterschiedlichen Portfolio-Strategien. Der Washington Post zufolge wird für den Mundipharma ein Preis von mindestens 1,5 Milliarden Dollar verlangt. Mehrere an dem Vergleich beteiligte Staatsanwälte würden diese Summe als Vorauszahlung der Sacklers für den Posten verlangen. Wann der Verkauf über die Bühne gehen soll und wer zum Kreis der möglichen Käufer gehört, stehe aber noch nicht fest. Von der Vergleichssumme von 12 Milliarden Dollar sollen sieben bis acht Milliarden von Purdue kommen. Außerdem wollen die Sacklers, die Purdue 1952 übernommen haben, drei Milliarden Dollar aus ihrem Privatvermögen beisteuern – der Punkt sorgt in den USA für Kritik, denn auch nach dieser Zahlung wird der Clan milliardenschwer bleiben. Sein Gesamtvermögen wird auf 13 Milliarden Dollar geschätzt. Kritiker werfen ihm vor, diesen Reichtum durch ethisch und juristisch fragwürdige Vertriebsund Marketingpraktiken verdient zu haben, die schließlich die Opioid-Krise wesentlich mit verursacht hätten. Purdue hat mit dem Verkauf von Oxycontin rund 35 Milliarden Dollar eingenommen. Auch von den Kommunen und Bundesstaaten kommt Kritik an dem Vergleich. Mehr als ein Dutzend von ihnen lehnen ihn ab – die rechtlichen Auseinandersetzungen dürften also weitergehen. Darüber hinaus befürchten Kritiker, dass sich die Eigentümerfamilie Sackler mit der Abwicklung von Purdue endgültig aus der Verantwortung freikaufen wolle. Bisher hat kein Mitglied der Familie öffentlich eine Mitschuld des Unternehmens an der Opioid-Krise eingestanden. Neben dem weiteren Verkauf von Oxycontin soll der zu gründende Purdue-Nachfolger den Gemeinden und Kliniken Arzneimittel zur Behandlung von Opioid-Abhängigkeit und Notfallmedikamente wie Naloxon im Wert von rund 4 Milliarden Dollar bereitstellen. Neben rund 400.000 Todesopfern hat die Opioid-Krise in den USA laut Regierungsangaben einen volkswirtschaftlichen Schaden von über 500 Milliarden Dollar angerichtet. Im Kampf gegen die Opioid-Krise gehen mehrere US-Bundesstaaten nicht nur gegen Purdue, sondern auch auch andere Hersteller wie den Ratiopharm-Mutterkonzern Teva, Janssen, Endo und Allergan vor. Die Apothekenketten CVS und Walgreens sind genauso wie der Großhändler McKesson ebenfalls ins Fadenkreuz der Justiz gerückt. Parallel dazu führen US-Behörden seit vergangenem Jahr verstärkt Razzien gegen Netzwerke aus Ärzten, Apothekern, Pflegern und anderen Heilberuflern durch, denen sie vorwerfen, Opioide illegal zu vertreiben.


Rubrik: Hersteller
Quelle: apotheke adhoc
Web: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/internationales/purdue-15-milliarden-fuer-mundipharma/


Purdue: Opioidkonzern erreicht vorläufigen Vergleich

Datum: 12.09.2019

Purdue: Opioidkonzern erreicht vorläufigen Vergleich Der Pharmakonzern gilt als einer der Hauptschuldigen für die OpioidKrise in Amerika. Nun beantragt das Unternehmen Konkurs und verteilt Gewinne auf die Kläger. Doch einige Staatsanwälte wollen deutlich mehr Geld von der Eigentümerfamilie Sackler Purdue Pharma hat einen vorläufigen Vergleich mit wichtigen Klägergruppen erreicht: Der Produzent des Schmerzmedikaments Oxycontin, das eine zentrale Rolle in der tödlichen Opioidkrise in den Vereinigten Staaten spielt, beantragt dafür den Konkurs und lebt als Unternehmen im Eigentum einer öffentlichen Stiftung wieder auf. Die neue Gesellschaft verteilt die Gewinne ihrer fortlaufenden Geschäftstätigkeit auf die Kläger. Die Sackler-Familie verliert im Rahmen dieses Kompromisses sämtliche Anteile am Unternehmen und steuert überdies noch rund drei Milliarden Dollar über sieben Jahre zur Entschädigung der Opfer bei. Die Familie verkauft dafür ihre internationalen Unternehmen, darunter die auch in Deutschland aktive Mundipharma. Zu den Klägern gegen Purdue Pharma gehören Bundesstaaten, Landkreise, Kommunen und Indianerstämme aus ganz Amerika, in der Summe mehr als 2000. Nicht alle haben dem Kompromiss allerdings zugestimmt: Der Fernsehsender NBC berichtete, dass von 45 klagenden Bundesstaaten 16 den Vergleich zurückgewiesen hätten. Der Generalstaatsanwalt von North-Carolina, Josh Stein, teilte mit, er sei mit dem Vorschlag der Sackler-Familie nicht einverstanden. „Eine größere Anzahl von Bundesstaaten vertritt die Auffassung, dass die Sacklers mehr Geld garantieren müssen.“ Sie hätten den Schaden angerichtet und müssten nun helfen, ihn zu bereinigen. Er bereite weitere Klagen gegen die Familie vor, die seit 2007 Milliarden mit Purdue Pharma und Übersee-Aktivitäten verdient habe. Die größte Fabrik von Purdue Pharma steht in NorthCarolina. Auch Connecticut hat den Vergleich abgelehnt. Schmerz, Tod und Zerstörung, die Purdue und die Sackler-Familie angerichtet hätten, übertreffe sämtliche Vergleichsangebote bei weitem, teilte Generalstaatsanwalt William Tong mit. Tatsächlich hängt die Bewertung des Vergleichs stark vom Unternehmenswert von Purdue Pharma und den offenbar zum Verkauf stehenden internationalen Pharmabeteiligungen der Familie ab. Das Volumen der Entschädigung wird auf 10 bis 12 Milliarden Dollar beziffert, unter der Voraussetzung, dass Purdue Pharma im Besitz einer öffentlichen Stiftung weiter Gewinne erwirtschaftet. Dafür müsste das Unternehmen weiterhin Oxycontin und weitere Opioide verkaufen. Andere Produktgruppen von Purdue wie Mittel gegen Verstopfung oder Nahrungsergänzungsmittel spielen bisher nur eine kleine wirtschaftliche Rolle im Vergleich zu den Schmerzmitteln. Seit 2017 entwickelt das Unternehmen zudem Medikamente gegen Schlafstörungen und Krebs. Purdue Pharma hat öffentlich mit der Möglichkeit gespielt, auch ohne Vergleich einen Konkursantrag zu stellen. Das hat einige Anwälte offenbar zum Einlenken bewogen. Bei erfolgreichem Konkurs würde ein Teil der alten Ansprüche gegen die Firma erlöschen, allerdings müssten ein Konkursrichter und Gläubiger dem Verfahren zustimmen. Im Juni hatte der Opioid-Produzent Insys Konkurs beantragt – wenige Woche nach einem Vergleich, der eine Entschädigung im Wert von 225 Millionen Dollar vorsah.


Rubrik: Hersteller
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Web: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/opioidkonzern-purdue-erreicht-vorlaeufigen-vergleich-16381372.html


Grünenthal steigt bei Zelltherapie ein

Datum: 11.09.2019

Grünenthal steigt bei Zelltherapie ein AACHEN/MELBOURNE. Grünenthal gibt eine weitere Allianz in Australien bekannt: Mit der an der Nasdaq notierten Mesoblast Ltd. habe man die gemeinsame Weiterentwicklung eines allogenen Zelltherapeutikums („MPC-06-ID“) gegen Rückenschmerzen infolge schwerer Bandscheibenschäden vereinbart. Grünenthal erhalte die Vertriebsrechte in Europa und Südamerika. Die Phase II habe das Präparat aus mesenchymalen Vorläuferzellen bereits vielversprechend absolviert, heißt es. 2020 sollen Phase-III-Daten aus einer US-Studie vorliegen. Eine bestätigende Studie für Europa werde vorbereitet. Mesoblast erhält vorab 150 Millionen Dollar. Weitere Meilensteinzahlungen könnten sich auf über eine Milliarde Dollar summieren. (cw)


Rubrik: Hersteller
Quelle: Ärztezeitung
Web: https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/unternehmen/article/995879/pharma-gruenenthal-steigt-zelltherapie.html


15,3 Milliarden Euro für Gesundheit

Datum: 13.09.2019

15,3 Milliarden Euro für Gesundheit Die Große Koalition hat ihren Entwurf für den Bundeshaushalt 2020 veröffentlicht. Neben dem Bereich Arbeit und Soziales (knapp 149 Milliarden Euro) war heute bei der Debatte im Bundestag auch der Etat für das Ressort Gesundheit (15,3 Milliarden Euro) Thema. Nach einwöchiger Beratung innerhalb der Regierungskoalition aus SPD und Union debattierte am heutigen Freitag der Bundestag den von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) vorgelegten Entwurf. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte in seiner Rede die Notwendigkeit, den Menschen das Vertrauen in den Staat zurückzugeben. »Wir versprechen nicht das Blaue vom Himmel, sondern packen an.« Er forderte weniger Wettbewerb darum, wer Probleme am besten beschreibt, sondern wer sie löst. Auf diesem Weg müsse man ringen und streiten, aber es sei entscheidend, dass am Ende des Diskurses ein Gesetz stehe, dass die Versorgung der Menschen verbessere. Als einen wichtigen Punkt nannte Spahn sein Vorhaben, die Offizinen in Deutschland zu stärken. Er selbst komme aus einem kleinen Dorf im Münsterland. »Ich weiß, wie wichtig die Apotheke im Ort für meine Eltern ist.« Er wolle nun »faire Wettbewerbsbedingungen schaffen, damit nicht die einen aus dem Ausland Boni geben dürfen und die anderen nicht». Dem schloss sich auch sein Unionskollege Georg Nüßlein (CSU) an: »Viele unterschätzen das Risiko«, warnte er. Es sei inzwischen deutlich erkennbar, was der Online-Handel mit dem Einzelhandel gemacht habe. Eine solche Entwicklung gelte es im Apothekensektor zu verhindern. Die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Maria KleinSchmeink, warf dem Minister vor, zwar ein »Feuerwerk an Gesetzen« zu zünden, die jedoch nicht geeignet seien, die Strukturen im Gesundheitswesen grundlegend zu verändern. »Wer jetzt nicht in die Versorgung von morgen investiert, wird den Versorgungsnöten weiter hinterherlaufen«, sagte sie. Das Gesundheitswesen müsse weg von der rein arztzentrierten Ausrichtung und stattdessen alle Berufsgruppen mit ihren jeweiligen Kompetenzen einbinden. Auch Karsten Klein, der für die FDPFraktion im Haushaltsausschuss sitzt, betonte, dass »Gesetze im Monats- oder Wochentakt« noch kein Qualitätsmerkmal seien. Bezüglich der Digitalisierung des Gesundheitswesens sicherte er Spahn die Unterstützung seiner Fraktion zu. Mit Blick auf das Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) prangerte er jedoch an, dass der Minister sich dem »erheblichen Einfluss von Ministerkollegen« gebeugt und auf die Streichung der Importquote verzichtet habe. Er forderte klare Antworten auf die Fragen der Abgeordneten, damit diese ihrer parlamentarischen Kontrollfunktion nachgehen können. Gesine Lötzsch (Linke) sieht die Ursache für das aus ihrer Sicht fehlgesteuerte Gesundheitssystem in den Reformen Anfang des Jahrtausends, mit denen Union, SPD und Grüne »das Gesundheitswesen dem Kapitalmarkt zu Füßen gelegt« hätten. »Es steckt viel Geld im System, das weckt Begehrlichkeiten.« Gesundheit sei keine Ware, daher dürfe die Steuerung in diesem Bereich nicht den freien Kräften des Markts überlassen werden. Der Etat für das Ressort Gesundheit bleibt mit 15,3 Milliarden Euro im Vergleich zu 2019 stabil. Von den Gesamtausgaben fließen 14,5 Milliarden Euro – wie in den Vorjahren – in den Gesundheitsfonds. Für die Pflegevorsorge und sonstige soziale Sicherung sind 80,32 Millionen Euro eingeplant (2019: 77,72 Millionen Euro). Präventionsmaßnahmen und Einrichtungen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens sollen mit 63,48 Millionen Euro gefördert werden (2019: 58,44 Millionen Euro). Das Bundesfinanzministerium stellt jährlich den Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt des kommenden Jahres auf und entwirft einen Finanzplan für die folgenden drei Jahre. Basis dafür sind die erwarteten Einnahmen und die Ausgaben des Bundes, die sich nach den politischen Schwerpunkten der Bundesregierung berechnen. Nach Abschluss der Haushaltswoche berät der Haushaltausschuss über die Pläne, anschließend stimmt der Bundestag darüber ab. Die finale Entscheidung wird bis Ende November erwartet.


Rubrik: Gesundheitspolitik
Quelle: Pharmazeutische Zeitung
Web: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/153-milliarden-euro-fuer-gesundheit/


Spahn-Ressort plant mit 15,3 Milliarden Euro

Datum: 10.09.2019

Spahn-Ressort plant mit 15,3 Milliarden Euro BERLIN. 359,9 Milliarden Euro umfasst der Bundeshaushalt für 2020, den Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am Dienstag dem Bundestag vorgestellt hat. Die Ausgaben sollen im Vergleich zum laufenden Jahr um ein Prozent wachsen. Für Investitionen sind 39,8 Milliarden Euro vorgesehen, 900 Millionen Euro mehr als 2019. Der Gesundheitshaushalt von Ressortchef Jens Spahn (CDU) soll mit 15,32 Milliarden Euro praktisch unverändert bleiben. Das Gros des Haushaltspostens entfällt mit 14,5 Milliarden Euro auf den Zuschuss an den Gesundheitsfonds. Damit sollen Aufwendungen der Kassen für gesamtgesellschaftliche Aufgaben abgegolten werden. Die Pflegevorsorge ist im Ressortplan mit 80,3 Millionen Euro eingeplant. Prävention will das BMG mit 63,5 Millionen Euro fördern, Forschungsvorhaben mit knapp 129 Millionen Euro. (fst)


Rubrik: Gesundheitspolitik
Quelle: Ärztezeitung
Web: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/berufspolitik/article/995925/bundeshaushalt-spahn-ressortplant-153-milliarden-euro.html


Von der Leyen: Neue Gesundheitskommissarin soll Pharmaindustrie helfen

Datum: 10.09.2019

Von der Leyen: Neue Gesundheitskommissarin soll Pharmaindustrie helfen Die neue EU-Kommission nimmt Formen an. Nachdem die CDUPolitikerin und Ärztin Ursula von der Leyen vor einigen Wochen vom EUParlament zur neuen Kommissionspräsidentin gewählt wurde, stehen nun die Nominierungen der einzelnen Kommissar/-innen fest. Neue Gesundheitskommissarin soll die Zypriotin Stella Kyriakides werden. In einem „Auftragsbrief“ an die studierte Psychologin erklärt von der Leyen an erster Stelle, dass sie die Pharmaindustrie unterstützen solle. Ursula von der Leyen hat sich ihr Regierungskabinett zusammengestellt. Statt wie bisher 28 soll es künftig nur noch 27 Kommissare in der EU-Kommission geben – wegen des anstehenden Austritts Großbritanniens aus der EU. Von der Leyens Ziel war es, die Kommission paritätisch zu besetzen. Aufgrund der ungeraden Zahl war dies nicht erfüllbar – nun gehören der Kommission 13 Frauen und 14 Männer an, jedes Land stellt eine/n Kommissar/-in. Das EU-Parlament hat nun noch die Möglichkeit, die Nominierten in Anhörungen zu befragen. Dann muss das Parlament die gesamte Kommission bestätigen. Für das Gesundheitskommissariat hat von der Leyen die Zypriotin Stella Kyriakides vorgeschlagen. Die 63-jährige christdemokratisch-konservative Politikerin studierte Psychologie in England und arbeitete fast 30 Jahre lang im Gesundheitsministerium Zyperns. In mehreren zypriotischen und europäischen Bündnissen und Organisationen klärt Kyriakides über Brustkrebs auf. 2006 wurde sie erstmals ins zypriotische Parlament gewählt. 2017 wurde sie Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates. Aufklären über Impfungen, Pharmastandort stärken, Subsidiarität bewahren In einem „Auftragsbrief“ (in engl.: „Mission letter“) erklärt von der Leyen ihre Erwartungen an die Zypriotin. In dem sechsseitigen Schreiben werden zunächst die Grundzüge der neuen Kommissionsarbeit vorgestellt, dann geht die neue Präsidentin auch auf das neue Kommissionsteam ein. Unter anderem erinnert sie die Gesundheitskommissarin in spe, dass sie bei Gesetzesvorschlägen die „Proportionalität und Subsidiarität“ achten solle. Von der Leyen erwartet von Kyriakides auch, dass sie alle 27 Mitgliedstaaten in der ersten Hälfte der Legislaturperiode mindestens einmal besucht. Dann geht die CDU-Politikerin auch auf die konkreten Aufgaben in der Gesundheitspolitik ein. Nach einer kurzen Einleitung heißt es im ersten Punkt: „Ich möchte, dass Sie Möglichkeiten finden, die sicherstellen, dass Europa Zugang zu bezahlbaren Arzneimitteln hat, damit der Bedarf gedeckt wird. Dabei sollten Sie die europäische Pharmaindustrie unterstützen, damit diese ein Innovator und Weltmarktführer bleibt.“ Des Weiteren fordert von der Leyen die Zypriotin auf, die gesetzgeberischen Vorgaben im Bereich der Medizinprodukte in den Fokus zu nehmen. Aktionsplan gegen Antibiotikaresistenzen Zum Thema E-Health schreibt die CDU-Politikerin, dass man das Beste aus dem Potenzial der Digitalisierung machen müsse, um eine qualitativ hochwertige Versorgung anzubieten und Ungleichheiten zu reduzieren. Kyriakides solle an einer „Europäischen Plattform für Gesundheitsdaten“ arbeiten, um den Austausch solcher Daten zu vereinfachen. Dabei müsse aber beachtet werden, dass die Bürger Herr ihrer eigenen Daten bleiben. Auch interessant ist der explizite Wunsch, dass sich Kyriakides um Antibiotikaresistenzen kümmert. Sie solle einen „Aktionsplan“ erarbeiten, um diese zu reduzieren. Was Prävention und Vorsorge betrifft, fordert von der Leyen ihre Kollegin in spe dazu auf, die Kommunikation zu Impfungen zu verbessern. Es gehe darum, „die Vorteile zu erklären sowie die Mythen, falschen Vorstellungen und die Skepsis zu bekämpfen“. Goulard wird neue Kommissarin für den Binnenmarkt Doch für die Apotheker gibt es noch eine weitere wichtige Nominierung: Das Amt für den EU-Binnenmarkt soll die Französin Sylvie Goulard übernehmen. Die Politologin aus Marseille wurde 2017 von Emmanuel Macron zur Verteidigungsministerin ernannt. In dieser Funktion dürfte sie von der Leyen kennengelernt haben. Ihre Nominierung ist allerdings umstritten, denn sie musste nach nur kurzer Zeit im Amt als Ministerin wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten. Es ging um Vorwürfe der Scheinbeschäftigung. Das EU-Kommissariat für den Binnenmarkt hatte in den letzten Jahren verstärkt an den Regulierungen für Freie Berufe in den Mitgliedstaaten geschraubt. Mit einer neuen Richtlinie wollte die Kommission beispielsweise durchsetzen, dass alle Änderungen an den Regulierungen für Freie Berufe künftig auf EU-Ebene abgestimmt werden müssen. Die entsprechende Richtlinie wurde dann für Heilberufler aber abgeschwächt.


Rubrik: Gesundheitspolitik
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Web: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/10-09-2019/von-der-leyen-neue-gesundheitskommissarin-soll-pharmaindustrie-helfen


Kassenärzte fordern Strafzahlung bei unnötigen Arztbesuchen

Datum: 07.09.2019

Kassenärzte fordern Strafzahlung bei unnötigen Arztbesuchen Was tun gegen überfüllte Wartezimmer und verstopfte Notfallambulanzen? Der Chef der Kassenärzte will Gebühren für Facharztbesuche einführen - und erntet mit dem Vorstoß heftige Kritik. Bis 2012 gab es in Deutschland die Praxisgebühr: 10 Euro musste jeder Patient beim Arzt bezahlen, das sollte vor unnötigen Arztbesuchen abschrecken, so war die Idee. Das System wurde zwar wieder abgeschafft. Die Kassenärzte in Deutschland machen sich nun aber wieder für eine - womöglich ähnlich gelagerte - Einschränkung von Arztbesuchen stark. Dabei bringen sie Strafzahlungen für Patienten ins Spiel, die ihrer Ansicht nach übermäßig häufig bei Fachärzten vorstellig werden. „Es kann dauerhaft kaum jedem Patienten sanktionsfrei gestattet bleiben, jeden Arzt jeder Fachrichtung beliebig oft aufzusuchen, und oft noch zwei oder drei Ärzte derselben Fachrichtung“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Derzeit wird das nicht kontrolliert. Die Gesundheitskarte funktioniert wie eine Flatrate, und es gibt Patienten, die das gnadenlos ausnutzen.“ Allerdings kommt von den Krankenkassen erheblicher Gegenwind. Der Sprecher des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Florian Lanz, entgegnete: „Sollen hier durch die Hintertür Strafzahlungen für kranke Menschen vorbereitet werden, die sich hilfesuchend an die vermeintlich falsche Stelle wenden?“ Dies sei „keine gute Idee“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Was tun gegen überfüllte ­Wartezimmer? Gassen schlug Wahltarife für alle Kassenpatienten vor, um eine Steuerung zu erreichen. „Wer sich verpflichtet, sich auf einen koordinierenden Arzt zu beschränken, sollte von einem günstigeren Kassentarif profitieren“, sagte er. „Wer jederzeit zu jedem Arzt gehen möchte, müsste mehr bezahlen.“ Dafür sei es höchste Zeit, und er sei sicher, es würde sehr gut angenommen. Zugleich beklagte Gassen eine Überlastung der Rettungsstellen von Kliniken vor allem an Wochenenden, wofür auch viele Patienten verantwortlich seien. „Dann haben sie Zeit. Und sie meinen, im Krankenhaus gibt es das Rundum-sorglos-Paket“, sagte er - und fügte hinzu: „Erst zu Ikea, dann in die Notfallambulanz. Die Anspruchshaltung ist mitunter irrsinnig.“ Das führe dazu, dass das Personal in den Rettungsstellen keine Zeit für die wirklichen Notfälle habe. Auch damit rief Gassen Kritik hervor. „Wir müssen die Notfallversorgung patientengerecht umbauen“, sagte Kassenverbandssprecher Lanz. „Patientenbeschimpfung ist mit Sicherheit keine Lösung für aktuelle Herausforderungen“. Das Gesundheitswesen müsse sich nach den Bedürfnissen


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Spiegel Online
Web: https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kassenaerzte-wollen-strafzahlungen-fuer-unnoetige-arztbesuche-a-1285745.html


Gematik veröffentlicht Checkliste zur TI-Anbindung für Apotheken

Datum: 05.09.2019

Gematik veröffentlicht Checkliste zur TI-Anbindung für Apotheken Ende September 2020 sollen alle Apotheken in Deutschland an die Telematikinfrastruktur angebunden sein, um beispielsweise E-Medikationspläne oder E-Rezepte öffnen zu können. So sieht es zumindest ein Gesetzentwurf vor, der schon bald vom Bundestag verabschiedet werden könnte. Bis das auch technisch möglich ist, muss aber noch viel passieren. Sowohl im Bereich der Softals auch der Hardware. Die Gesellschaft für Telematikanwendungen (Gematik) hat nun eine Checkliste für Apotheken erstellt, was sie für die Anbindung an die digitale Datenautobahn benötigen. Mitte Juli hatte das Bundeskabinett das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgelegte Digitale Versorgung Gesetz beschlossen. Erstmals soll den Apothekern darin eine Frist gesetzt werden, bis wann sich alle Apotheken an die Telematikinfrastruktur (TI) anzubinden haben – vorgesehen ist der 30. September 2020. Bußgelder sind – im Gegensatz zum Ärztebereich – bislang nicht vorgesehen, falls diese Frist nicht eingehalten werden sollte. Aber warum müssen sich die Apotheker überhaupt an die „TI“ anbinden? Die TI ist gewissermaßen die Datenautobahn für die digitalisierte Arzneimittelversorgung. Wenn Ärzte einen elektronischen Medikationsplan oder in den kommenden Jahren auch elektronische Rezepte ausstellen wollen, müssen diese irgendwie auf sicherem Wege in die Apotheke geschickt und dort geöffnet werden können. Damit diese Verbindung zwischen den Heilberuflern ermöglicht werden kann, sind noch viele Änderungen in der Apotheke nötig: Jeder Apotheker braucht beispielsweise einen elektronischen Heilberufsausweis, jede Apotheke braucht eine Institutionenkarte und es ist neue Hardware nötig: ein sogenannter Konnektor, der die Apotheke an die TI anschließt und Kartenlesegeräte. Aber auch die Apothekensoftware benötigt Updates – damit beispielsweise E-Rezepte in der Warenwirtschaft angezeigt und bearbeitet werden können. Gematik empfiehlt Apothekern ­ Zusammenarbeit mit IT-Anbietern Die Gematik ist die Gesellschaft, in der das Bundesgesundheitsministerium, die Krankenkassen und die Leistungserbringer zusammenkommen, um die wichtigsten Digital-Projekte zu planen und zu entwerfen. Unter anderem beschäftigt sich die Gematik beispielsweise mit der Frage, welche Strukturen noch für das E-Rezept aufgebaut werden müssen. Die Gesellschaft, in der das BMG seit einigen Wochen die Mehrheit hat, hat nun eine für Apotheker sehr nützliche und übersichtliche Checkliste herausgegeben. „So schließen Sie Ihre Apotheke an die Telematikinfrastruktur an“, heißt das Papier. Die Gematik weiß: Jetzt geht es los mit der technischen Anbindung der Apotheker. Und auch die Apothekeninhaber selbst kriegen den frischen Wind zu spüren: In diesen Wochen flattern den Pharmazeuten die ersten Allround-Pakete der IT-Dienstleister ins Haus. Die Dienstleister bieten den Apothekern sowohl die HardwareInstallation als auch die Updates der neuen Software im Paket an. Die Gematik empfiehlt den Apothekern sogar, alle nötigen Änderungen in einem Abwasch über den IT-Dienstleister zu klären: „Wir empfehlen Ihnen, mit ihm den Anschluss an die TI vorab gemeinsam zu planen“, heißt es dort. Noch viele Hürden zu überwinden Was die Technik betrifft, werden auf der Checkliste nochmals alle nötigen Bestandteile erläutert: die Institutionenkarte (SMC-B), der elektronische Heilberufsausweis (HBA), die neuen Kartenterminals, die Updates der Apothekensoftware, den Konnektor sowie ein Internetanschluss. Die Gematik beschreibt das Szenario der Installation dieser Geräte „am Installationstag“ schon sehr genau: Beispielsweise wird empfohlen, eine Reihe von Passwörtern und Benutzernamen bereitzuhalten und zu klären, welche Geräte für die Aufrechterhaltung der Versorgung in der Installationszeit noch benötigt werden. Anschließend stellt die Gematik nochmals alle Komponenten einzeln vor. Die SMC-B-Karte können die Apotheker beispielsweise über ihre Kammer erhalten, genauso wie den HBA. Auf den Websites der Kammern könnten sich die Apotheker darüber informieren und die Karten beantragen. Mit Blick auf den Konnektor erklärt die Gematik erneut, dass nicht alle Geräte zugelassen sind und bietet ein Link, unter dem alle zugelassenen Konnektoren eingesehen werden können. Zur Erklärung: Für die TI-Anbindung benötigen die Apotheker einen sogenannten E-Health-Konnektor, der erst kürzlich zur Zulassung eingereicht wurde. Gematik ist sehr früh dran Es bleibt festzuhalten, dass die Gematik mit diesen Empfehlungen sehr früh erscheint. Denn es mag zwar erste Allround-Angebote der IT-Dienstleister geben. Allerdings gibt es auch noch einige Hürden, die für eine TI-Anbindung noch überwunden werden müssen: Beispielsweise gibt es nach Informationen von DAZ. online weder eine flächendeckende Verteilung der SMC-B-Karte noch des HBA. Bei beiden Karten ist es noch nicht klar, wer diese massenweise herstellt. Als Hersteller qualifiziert sind zum Beispiel die Apobank-Tochter medisign und die Bundesdruckerei. Zweitens muss die TI noch in einem Testprojekt getestet werden: Ende dieses oder Anfang des nächsten Jahres sollen einige Ärzte und Apotheker in Nordrhein-Westfalen testweise E-Medikations­pläne verwenden. Und auch mit den Konnektoren gibt es noch Probleme. Kürzlich ist zwar ein erster Anbieter mit einem Konnektor auf den Markt gekommen, der auch für Apotheker geeignet ist. Der Wettbewerb ist hier aber sehr dünn: Dem Vernehmen nach gibt es nur einige wenige Hersteller, die solche Konnektoren produzieren und verkaufen wollen. Insofern ist fraglich, ob alle etwa 19.300 Apotheken auch schnell mit Konnektoren versorgt werden können. Erste Allround-Angebote sind auf dem Markt Nach Informationen von DAZ.online hat der IT-Anbieter Pharmatechnik zuletzt ein solches Allround-Angebot an seine Kunden verschickt. Dort fiel auf: Die verlangten Preise zur Anbindung liegen deutlich über den Werten, die der Deutsche Apothekerverband mit den Kassen zur Refinanzierung der TI-Anbindung ausgehandelt hatten. Hinzu kommt: Eine sofortige Anbindung der Apotheker an die TI ist noch nicht notwendig. Denn weder der E-Medikationsplan noch das E-Rezept als Anwendungen sind soweit, dass sie sofort in den Betrieb genommen werden könnten.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung
Web: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/09/05-09-2019/gematik-veroeffentlicht-checkliste-zur-ti-anbindung-fuer-apotheken


Chemieflaute hält an – Nachfrage aus Industrie fehlt

Datum: 04.09.2019

Chemieflaute hält an – Nachfrage aus Industrie fehlt rankfurt/Main (dpa) - Fehlende Nachfrage der Industriekunden sowie die weltwirtschaftlichen Unsicherheiten machen der deutschen Chemie- und Pharmabranche weiterhin zu schaffen. Schwache Zahlen für das zweite Quartal 2019 haben den Verband der Chemischen Industrie (VCI) veranlasst, bereits zum dritten Mal seine Prognose für das Gesamtjahr 2019 abzusenken. Besserung sei nicht in Sicht, berichtete der Verband in Frankfurt. Weil die Chemie viele Vorprodukte liefert, gilt sie als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Die drittgrößte Industriebranche Deutschlands kommt nicht aus der Flaute. Die Produktion ging von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent zurück. Zum Vorjahresquartal betrug der Rückgang sogar 8,8 Prozent. Als Grund nannte der VCI die fehlende Nachfrage der deutschen Industriekunden, wobei nicht nur der Autosektor schwächelte. Auch aus dem wichtigsten Auslandsmarkt Europa gingen weniger Bestellungen ein. Der Quartalsumsatz stagnierte im Vergleich zum ersten Quartal bei 48 Milliarden Euro und lag damit 4,3 Prozent unter dem Wert aus dem Rekordjahr 2018. Für das Gesamtjahr 2019 senkte der VCI bereits zum dritten Mal seine Prognose. Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang um 5 Prozent auf 193 Milliarden Euro. Die Produktion werde bei leicht steigenden Chemikalienpreisen um 6 Prozent zurückgehen. Noch im Dezember hatte der Verband ein Produktionswachstum von 1,5 Prozent vorhergesagt. Neben den konjunkturellen Schwankungen spielte auch das Produktionsende eines Blockbuster-Medikaments in Deutschland einen Rolle. „Die Unternehmen rechnen aktuell nicht mehr mit einer Belebung des deutschen und europäischen Chemiegeschäfts“, fasste VCI-Präsident Hans van Bylen die Lage zusammen. „Vom Handel mit den USA und Asien sind wegen der geopolitischen Risiken nur geringe Wachstumsimpulse zu erwarten.“ In Europa belastet zusätzlich die Gefahr eines harten Brexits die Lage. Noch ist die Branche mit fast 465.000 Beschäftigten hierzulande aber gut ausgelastet und arbeitet bei einer Auslastung von 83,4 Prozent auf einem hohem Niveau. 2018 erzielten die Unternehmen einen Rekordumsatz von 203 Milliarden Euro.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Web: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pharma-chemieflaute-haelt-an-nachfrage-aus-industrie-fehlt-dpa.urnnewsml-dpa-com-20090101-190904-99-737646


Krankenkassen fahren sattes Minus ein

Datum: 04.09.2019

Krankenkassen fahren sattes Minus ein Rote Zahlen hat die GKV im ersten Halbjahr 2019 geschrieben. Während Bundesgesundheitsminister Spahn sich darüber erfreut zeigt, sehen Kassenvertreter die Entwicklung eher skeptisch. Von Florian Staeck BERLIN. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat das erste Halbjahr mit einem Defizit von 544 Millionen Euro geschlossen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Mittwoch mit. Im gleichen Vorjahreszeitraum stand noch ein Überschuss von rund 720 Millionen Euro in der Bilanz. Doch dass die Finanzergebnisse ins Minus drehen, hat nicht nur mit dem politisch erwünschten Abbau von hohen Finanzreserven bei einigen Kassen zu tun. Obwohl die Einnahmen der Kassen weiter von einer robusten Konjunktur getragen werden und um 3,6 Prozent gestiegen sind, zogen die Ausgaben mit 4,7 Prozent deutlich stärker an. Beeinflusst wurde die Einnahmeentwicklung auch durch den um 0,1 Punkte gesunkenen durchschnittlichen Zusatzbeitrag, der im Juli genau 0,99 Prozent betrug. Aus Sicht von Ressortchef Jens Spahn (CDU) zeigen die Kassenzahlen „in die richtige Richtung“, da nunmehr Leistungsverbesserungen bei den Versicherten ankämen – namentlich durch das Pflegepersonalstärkungs- und das Terminservicegesetz (TSVG). AOK erwartet weitere Kostenschübe Bei Kassenvertretern hört sich die Interpretation der Zahlen anders an. Für Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands geben die Ausgabenanstiege einen Vorgeschmack auf die künftige Entwicklung. Er erwartet im zweiten Halbjahr weitere Kostenschübe vor allem bei Heilmitteln. Hintergrund ist auch die wiederum politisch gewollte bessere Vergütung für die Therapeuten. Mit GKV-weit fast 13 Prozent fiel der Ausgabenanstieg quer durch alle Kassenarten überdurchschnittlich stark aus. Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Verbands der Ersatzkassen (vdek), verlangte ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung bei Arzneimitteln. Denn von neuen Medikamenten gehe eine „starke Kostendynamik“ aus. Tatsächlich variiert die Veränderungsrate für Arznei- und Verbandmittel je nach Kassenart beträchtlich: Sie reicht von plus 3,3 Prozent (AOK-System) bis 8,3 Prozent (Innungskrankenkassen). Groß ist die Spanne auch bei der Entwicklung der Ärztehonorare im ersten Halbjahr. Bei den Ortskassen beträgt der Zuwachs nur 1,4 Prozent, bei den Ersatzkassen hingegen 4,9 Prozent. Im Schnitt aller 109 Kassen legten die Ausgaben für die ärztliche Behandlung um 3,96 Prozent zu. 20,9 Milliarden Euro an ­Kassen-Reserven Die Finanzreserven der Kassen werden aktuell mit 20,8 Milliarden Euro angegeben, 700 Millionen Euro mehr als zur Halbjahresbilanz 2018. Der Gesundheitsfonds schloss das erste Halbjahr mit einer Liquiditätsreserve von 9,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es 9,1 Milliarden Euro gewesen. Im Oktober wird sich der Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt mit der zu erwartenden Finanzentwicklung 2020 beschäftigen. Die Ergebnisse des Expertenkreises bilden dann die Basis für die Festlegung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags im kommenden Jahr. Diese erfolgt zum 1. November durch das Bundesgesundheitsministeriums.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Ärztezeitung
Web: https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/995496/1-halbjahr-2019-krankenkassen-fahren-sattes-minus.html


Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Schmerzmittel

Datum: 04.09.2019

Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Schmerzmittel »Trotz der teils massiven Beeinträchtigung durch Spannungskopfschmerzen oder Migräne gehen die Deutschen mit Schmerzmitteln offensichtlich sehr verantwortungsvoll und vernünftig um.« Das sagte Dr. Jan-Peter Jansen, Ärztlicher Leiter des Schmerzzentrums Berlin, anlässlich des Deutschen Kopfschmerztags am 5. September 2019. Stechen, Ziehen, Drücken, Pochen: »In der Bundesrepublik sind etwa 29 Millionen Menschen regelmäßig von Spannungskopfschmerzen betroffen. Etwa neun Millionen leiden an einer immer wieder kehrenden Migräne«, betonte der Schmerzmediziner bei einer Veranstaltung der Sanofi-Aventis in Hamburg. Die Lebensqualität der Betroffenen sei teilweise erheblich eingeschränkt. Das zeige auch die Tatsache, dass allein im Jahr 2018 bei Google 190 Millionen Suchanfragen zur Kopfschmerztherapie gestartet wurden. Der jährliche Pro-Kopf-Gebrauch sowohl von rezeptpflichtigen als auch verschreibungsfreien Schmerzmitteln, so Jansen, habe sich in der Bundesrepublik in den vergangenen Jahren unterdurchschnittlichen Wert im Vergleich zu Europa und dem Rest der Welt eingependelt. Untersuchungen aus dem Jahr 2018 hätten gezeigt, dass unter anderem in Australien fünf- und in Frankreich dreimal so viel Schmerzmittel eingenommen werden. Gemäß der evidenzbasierten Empfehlungen zur Selbstmedikation bei Migräne und Spannungskopfschmerz unter anderem der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) zählen Ibuprofen, Paracetamol und ASS zu den Mitteln der ersten Wahl. Dort heißt es auch, dass fixe Kombinationen mit Koffein eingesetzt werden können. »Kombinationen aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen mit Koffein sind den Einzelsubstanzen überlegen«, hob Privatdozent Dr. Charly Gaul, Ärztlicher Leiter der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein, hervor. »So steigert Koffein den schmerzlindernden Effekt von Ibuprofen um 40 Prozent. Der Wirkeintritt des Analgetikums wird um 36 Prozent beschleunigt«, erläuterte Gaul mit Verweis auf die Zulassungsstudie der entsprechenden Fix-Kombination (400mg Ibuprofen und 100mg Koffein), die seit Ende 2018 rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist. Evidenz versus Mythos: »Haben Koffein-Kombinationen selbst in Fachkreisen nach wie vor mit Vorurteilen zu kämpfen, so lassen sich diese wissenschaftlich entkräften«, unterstrich Gaul, der von einer insgesamt positiven Datenlage zur Wirksamkeit Koffein-haltiger Schmerzmittel sprach. Bei nicht sachgerechter, sprich: zu häufiger und übermäßiger Einnahme von Analgetika kann es zu Kopfschmerzen durch Medikamentenübergebrauch kommen. »Allerdings kann das Risiko einer Chronifizierung des Kopfschmerzes auch durch eine unzureichend wirksame Akutmedikation erhöht werden«, warnte der Referent. »Die kritischen, aber auch die in der Akuttherapie notwendigen Analgetika-Dosierungen werden in der Selbstmedikation häufig nicht korrekt eingeschätzt. Hier kann die Beratung und Information in der Apotheke bedeutsam sein«, so der Neurologe.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Pharmazeutische Zeitung
Web: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/nicht-zu-viel-aber-auch-nicht-zu-wenig-schmerzmittel/


1,6 Millionen Schmerzmittel-Abhängige

Datum: 02.09.2019

1,6 Millionen Schmerzmittel-Abhängige Im »Deutschen Ärzteblatt« sind heute zwei Studien mit aktuellen Zahlen zum Suchtmittelkonsum in Deutschland erschienen. Die Autoren betonen, dass die gesundheitlichen Belastungen durch legale Substanzen wie Schmerzmittel und Alkohol weit höher liegen als diejenigen durch illegale Drogen. Forscher des Münchener Instituts für Therapieforschung (IFO) werteten die Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurveys (ESA) 2018 aus und rechneten die Zahlen auf die Gesamtbevölkerung hoch. Befragt wurden 9267 Personen im Alter von 18 bis 64 Jahren; die Antwortrate lag bei 42 Prozent. Demnach hatte fast jeder Dritte (31,4 Prozent) in den letzten 30 Tagen vor der Befragung Schmerzmittel eingenommen, die nicht vom Arzt verordnet waren. Weitere 17,5 Prozent gaben an, Analgetika auf ärztliche Anordnung eingenommen zu haben. Insgesamt entspricht dies hochgerechnet 26 Millionen Menschen, die im letzten Monat Schmerzmittel eingenommen hatten, davon 1,9 Millionen täglich. »Bei hochgerechnet etwa 1,6 Millionen der 18- bis 64-Jährigen ist von einer Analgetikaabhängigkeit auszugehen«, schätzen die Autoren um Professor Dr. Ludwig Kraus. Der Großteil der Abhängigkeitserkrankungen sei auf nicht opioidhaltige Analgetika zurückzuführen, die entweder über Privatrezepte oder als OTC-Medikament erworben wurden. Die Zwölf-Monats-Prävalenz für eine Analgetikaabhängigkeit liegt für Frauen mit 3,1 Prozent deutlich höher als bei Männern mit 1,9 Prozent. Schlaf- und Beruhigungsmittel, unter die die Benzodiazepine und Z-Substanzen fallen, wurden hochgerechnet von 2,3 Millionen Menschen in den letzten 30 Tagen eingenommen, davon nutzten rund 543.000 Menschen Sedativa und Hypnotika täglich. Die geschätzte Prävalenz einer Abhängigkeit für diese Substanzgruppen habe abgenommen und liege nun bei 0,6 Prozent bei den Männern und 0,5 Prozent bei den Frauen. Beim illegalen Cannabiskonsum stellten die Forscher einen Anstieg fest. 7,1 Prozent der Befragten gaben an, Cannabis in den vergangenen zwölf Monaten konsumiert zu haben – das entspricht 3,7 Millionen Personen in Deutschland. Amphetamine nahmen 1,2 Prozent der Befragten ein, was 619.000 Bürgern entspricht. Die Zahl von Hochrisiko-Konsumenten harter illegaler Drogen habe sich jedoch in den letzten 20 Jahren nicht wesentlich verändert. Große Probleme bereiten weiterhin Alkohol und Nikotin. So hatten in den letzten 30 Tagen vor der Befragung 71,6 Prozent der Teilnehmer Alkohol konsumiert, was 36,9 Millionen Menschen entspricht. Die Prävalenz des Konsums riskanter Alkoholmengen lag bei 18,1 Prozent. Damit ist der tägliche Konsum von mehr als 12 g (Frauen) beziehungsweise 24 g (Männer) Reinalkohol gemeint. Unter einer alkoholbedingten Abhängigkeitsstörung leiden demnach bundesweit rund 1,6 Millionen Personen. 2,8 Millionen Menschen rauchen täglich mehr als 20 Zigaretten.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Pharmazeutische Zeitung
Web: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/16-millionen-schmerzmittel-abhaengige/


Ein künstliches Pankreas Marke Eigenbau

Datum: 02.09.2019

Ein künstliches Pankreas Marke Eigenbau Schon einfache Android-Handys reichen aus, um damit ein HybridClosed-Loop zu kreieren. Immer mehr Typ-1-Diabetiker nutzen das „Do it yourself“-System. Von Thomas Meißner NEU-ISENBURG. Sie wollen nicht mehr warten und vermelden: <>: Auch wenn jetzt in Nordamerika und Europa die ersten, lang ersehnten Closed-Loop-Systeme zur Insulintherapie auf den Markt kommen – immer mehr Typ-1-Diabetiker bauen sich ihre Closed-Loop-Systeme selbst. Dazu nutzen sie das eigene Smartphone als Steuermodul ihrer CGM-Systeme und Insulinpumpen. Die Looper-Szene wächst Das Internet ist voll von Berichten über DIY (Do it Yourself)- oder OpenSource-Closed-Loop, auch als OpenAPS (Open Artificial Pancreas System) bezeichnet. Zulassungsbehörden sehen das naturgemäß kritisch: Die US-amerikanische Behörde FDA gab im Mai 2019 eine offizielle Warnung heraus. Doch die Szene scheint stetig zu wachsen. Inzwischen ist das Thema auf Diabetes-Kongressen und in Fachzeitschriften angekommen. Für behandelnde Ärzte gilt es, vorbereitet zu sein. App muss selbst erstellt werden Einfach ist das Ganze nicht: Notwendig sind technisches Verständnis ebenso wie die Befähigung zu einem guten autonomen Diabetesmanagement. Schon einfache Android-Handys reichen aus, um damit ein Hybrid-Closed-Loop zu kreieren. Auch iPhone-Nutzer haben diese Möglichkeit, wenngleich mit deutlich höherem technischen und Kostenaufwand. Die App zur Steuerung des Systems gibt es freilich nicht zu kaufen. Die muss selber erstellt werden. Für AndroidOpenAPS wird das kostenfreie Programm Android Studio verwendet. App für den Programmcode nötig Allerdings seien keine Programmierkenntnisse erforderlich, erklärt auf blood-sugar-lounge.de etwa Matthias Momm, Elektroingenieur, Autor und Typ-1-Diabetiker sowie nach eigenen Angaben einer der ersten „Looper“ weltweit. „Lediglich der Programmcode muss in eine lauffähige App ‚übersetzt‘ werden.“ Wie dieser „kompilieren“ genannte Vorgang funktioniert, wird in Internet-Foren erklärt. Der Anwender selbst richtet also selbst die seiner Meinung nach relevanten Loop-Parameter ein, von der Basalrate bis zu zum GlukoseZielbereich. Netzanbindung ist Voraussetzung Wenn es dann losgeht mit dem „loopen“, ist eine mehrtägige Lernphase erforderlich, berichtet Momm. „Der Benutzer muss sich sehr intensiv mit den Loop-Grundlagen beschäftigen.“ Für Menschen, die Wert auf Datenschutz legen ist OpenAPS nichts: Der Datenabgleich der Komponenten erfolgt über die Cloud. Voraussetzungen sind ständige Netzanbindung sowie ein stets geladener Handy-Akku. Dennoch: Aus kleinen Studien, unter anderem veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Diabetes“, offizielles Organ der American Diabetes Association (ADA), gab es bereits mehrfach positive Ergebnisberichte aus verschiedenen Ländern. Ein kürzlich publizierter Überblick über veröffentlichte Alltagserfahrungen mit OpenAPS-Systemen bei diabeteskranken Kindern und Jugendlichen aus 21 Ländern deutet in allen Altersgruppen auf verbesserte Stoffwechseleinstellungen hin, vergleichbar mit kommerziell entwickelten Closed-Loop-Systemen (JMIR Mhealth Uhealth 2019; 7: e14087). Entwicklung wird beschleunigt Experten wie Professor Lutz Heinemann aus Düsseldorf oder Dr. Katharine Barnard aus Bournemouth, Großbritannien warnen: Sicherheit müsse Vorrang haben. Auf der anderen Seite hat sich zum Beispiel die Juvenile Diabetes Research Foundation (JDRF) in den USA bereits 2017 für die Entwicklung eines „Open Protocol“ für Closed-Loop-Systeme ausgesprochen. Dies würde die Kommunikationsfähigkeit modularer Komponenten verschiedener Hersteller fördern und die Entwicklung zugelassener Systeme mit auf offenen Protokollen basierender Steuerung deutlich beschleunigen.


Rubrik: Allgemeines
Quelle: Ärztezeitung
Web: https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/995192/looper-szene-kuenstliches-pankreasmarke-eigenbau.html


Aristo produziert Strom jetzt selbst

Datum: 07.09.2019

Aristo produziert Strom jetzt selbst Berlin - Beim Berliner Generikahersteller Aristo Pharma ist man sich bewusst, dass die Produktion nicht zu den umweltfreundlichen Geschäftsfeldern gehört. Dennoch möchte das Berliner Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen und Energie sowie Emissionen einsparen. Ein großen Beitrag dazu soll die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Firmenzentrale beitragen. Die Idee hatte Dr. Stefan Koch, dem Geschäftsführer von Aristo, beim Blick aus seinem Büro. Von dort aus sah er die große Freifläche oben auf dem Verwaltungsgebäude. „Da kam mir der Gedanke, ob wir diesen Platz nicht irgendwie nutzen können, etwa durch das Aufstellen einer Photovoltaikanlage“, so Koch. Und so begannen im April 2019 die Planungen für den Bau der Solarmodule. Zuvor waren jedoch einige bürokratische Hürden zu nehmen. Die Errichtung und der Betrieb der Photovoltaikanlage mussten beispielsweise beim Versorgungsunternehmen Stromnetze Berlin beantragt werden. Der Bau selbst war aufgrund der Beschaffenheit des Daches schnell erledigt und dauerte drei Tage. Die Kosten Aristo mit rund 110.000 Euro an, eine Förderung wurde nicht in Anspruch genommen. Nun befinden sich auf dem Dach der Unternehmenszentrale 314 Solarmodule mit einer Gesamtfläche von 528 Quadratmetern. „Dadurch können wir den CO2-Ausstoß im Gebäude um 47 Tonnen pro Jahr reduzieren“, erklärt Koch stolz. Deshalb sollen auch an den übrigen Standorten der Firmengruppe entsprechende Pläne umgesetzt werden. Darüber hinaus will Aristo in die Elektromobilität einsteigen. Das Aufstellen von Ladesäulen an der Unternehmenszentrale und ein Elektrofirmenwagen für Koch sollen hierbei der Anfang sein. Schon zuvor hatte Aristo am Produktionsstandort von Advance Pharma in Berlin die Beleuchtungsanlagen erneuert und auf LED umgestellt. Dadurch konnte der Energieverbrauch um 63 Prozent verringert werden. Ähnliche Effekte erzielte auch die neue LED-Beleuchtung im Hochregallager von Advance Pharma. Sie kommt im Zusammenspiel mit Präsenzmeldern zum Einsatz und spart seither rund 53 Prozent Stromverbrauch ein. Die Förderbank KfW registriert seit Jahren steigendes Interesse am Klima- und Umweltschutz. Rund 40 Prozent der jährlichen Förderzusagen im gewerblichen Bereich entfallen mittlerweile auf energieeffiziente und umweltschonende Finanzierungsvorhaben. Auch Apothekern stehen Förderprogramme wie das „Programm 270 Erneuerbare Energien“ offen. ­ Dieses sei auch mit Förderungen anderer Träger kombinierbar, heißt es von der KfW. Zu den Möglichkeiten würden auch die entsprechenden Kammern, Branchen- und Berufsverbände regelmäßig informiert. Die Förderprogramme beschränkten sich nicht nur auf Photovoltaikanlagen, sondern können auch für andere energetische Sanierungen genutzt werden. Ein Problem seien jedoch die oftmals alte Bausubstanz der Apotheken und die damit einhergehenden strengen baulichen Vorschriften bei der Renovierung. Deswegen würden sich noch viele Apotheker scheuen, energieeffiziente Projekte in Angriff zu nehmen.


Rubrik: Hersteller
Quelle: apotheke adhoc
Web: https://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/detail/markt/aristo-produziert-strom-jetzt-selbst-photovoltaikanlage/


Fresenius kauft Kliniken in Lateinamerika

Datum: 04.09.2019

Fresenius kauft Kliniken in Lateinamerika BAD HOMBURG. Fresenius expandiert im lateinamerikanischen Klinikgeschäft und übernimmt zwei Häuser in Kolumbien: die Clínica Las Vegas und die Clínica del Prado in der Millionenmetropole Medellín. Die beiden Einrichtungen verfügen laut Fresenius zusammen über etwa 300 Betten. Der Zukauf koste rund 50 Millionen Euro. Fresenius ist eigenen Angaben zufolge seit 2017 in Peru mit seiner spanischen Kliniktochter Quironsalud präsent. Im vorigen Jahr akquirierte das Unternehmen bereits den privaten Krankenhausbetreiber Clinica Medellín, für dessen zwei Häuser mit 190 Betten ebenfalls rund 50 Millionen Euro auf den Tisch gelegt wurden. (cw)


Rubrik: Hersteller
Quelle: Ärztezeitung
Web: https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/unternehmen/article/995383/kolumbien-fresenius-kauft-kliniken-lateinamerika.html


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